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15.05.2012
Einen Tag vor dem Dies academicus trafen sich die HSG Alumni zum Forum und diskutierten das Thema «Erfolgsmodell Schweiz in Gefahr? Denkplatz, Werkplatz, Finanzplatz». Der anschliessende Tessiner Abend vereinte kulinarische Höhepunkte und beste Unterhaltung. Ein wunderbarer Tag für alle teilnehmenden HSG-Ehemaligen.
Rektor Thomas Bieger referierte am Morgen zum Thema «Denkplatz Schweiz» und rief dabei die Politik auf, vermehrt strategische Standortpolitik zu betreiben, damit es die Studierenden und die Dozierenden, im ständig internationaler werdenden Bildungssektor, auch in Zukunft an die HSG zieht. Anschliessend besuchten die Alumni gemeinsam die traditionelle Walter-Adolf-Jöhr-Vorlesung, die in diesem Jahr von Prof. Dr. Paul De Grauwe zum Thema «Managing the Fragility of the Eurozone» gehalten wurde. Er kritisierte die Uneinigkeit der Regierungen der Eurozone und erklärte, wenn das Vertrauen unter den Ländern einer Währungsunion nicht stimmt, keine stabile Währung geschaffen werden kann.
Die Schweiz vor strategischen Herausforderungen
Beim Stehlunch im Freien genossen die Alumni das sonnige Wetter und die Gesellschaft ihrer ehemaligen HSG-Kommilitonen. Am Nachmittag führte Barend Fruithof, Head Corporate & Institutional Clients der Credit Suisse AG, das Thema «Finanzplatz Schweiz» mit seinem Referat zum Thema «Erfolgsmodell Swiss Banking in einer anspruchsvollen Zeit». Er warnte vor der drohenden Überregulierung und zeigte auf, dass ein wettbewerbsfähiger Finanzplatz rechtliche, politische und ökonomische Sicherheit, ein attraktives Steuerumfeld und modernste Aus- und Weitebildungsmöglichkeiten voraussetzt. Im Anschluss wurde das Thema «Werkplatz Schweiz» von Gerold Bührer, Präsident economiesuisse, vertieft. Die Schweiz stehe vor strategischen Herausforderungen, wie zum Beispiel der globalen Verschiebungen, der Frankenstärke und der Marktabschottung. Auch Gerold Bührer wies, wie Thomas Bieger, auf den zunehmenden internationalen Wettbewerb um die besten Forschungsstandorte hin. Damit der Werkplatz Schweiz weiterhin ein Erfolgsmodell bleibt, müsse die nachhaltige Finanzierung von Bildung und Forschung gewährleistet, die internationale Vernetzung weiter entwickelt und mehr Leute in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern ausgebildet werden.
Handlungsbedarf für die Schweizer Politik – mehr Mut gefordert
Unter der Leitung von Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der Weltwoche, diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Lehre über das Thema des Tages. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass das Erfolgsmodell Schweiz so nicht weiter bestehen kann, wenn keine Massnahmen ergriffen werden. Otto Ineichen, der inzwischen völlig unerwartet verstorbene Unternehmer und Nationalrat der FDP meinte gar, dass die Parlamentarier heutzutage keinen Mut mehr hätten und «nur noch im Strom schwimmen». Prof. Dr. Dietmar Grichnik, Professor für Entrepreneurship und Technologiemanagement, zeichnete das Bild nicht ganz so negativ. Die Schweiz stehe im Bereich Entrepreneurship noch an der Spitze. Frühindikatoren – wie zurückgehende Investitionen in Forschung und Entwicklung – zeigten jedoch, dass das aber langfristig nicht so bleiben muss. Beibehalten müsse die Schweiz unbedingt das duale Bildungssystem und den liberalen Arbeitsmarkt, so Ineichen.
Pefekter Tessiner Abend
Abends in der Mensa war die Region Tessin zu Gast: Organisiert von SGOC, dem Verein der Tessiner Studierenden sowie dem HSG Alumni Chapter Tessin präsentierte Spitzenkoch Joel Schmutz vom Ristorante Giardino Lago in Minusio regionale Spezialitäten in sieben vorzüglichen Gängen. Im Anschluss begeisterte Federico Soldati, Drittplatzierter der italienischen Fernsehshow «Italia’s got talent» (und selbstredend Tessiner), das Publikum mit seinem Können: Er bezauberte die Damen mit seinem Charme, drehte ihre Armbanduhren zurück und löste einen Rubik-Würfel in 22.4 Sekunden. Beste Unterhaltung!
Rektor Thomas Bieger referierte am Morgen zum Thema «Denkplatz Schweiz» und rief dabei die Politik auf, vermehrt strategische Standortpolitik zu betreiben, damit es die Studierenden und die Dozierenden, im ständig internationaler werdenden Bildungssektor, auch in Zukunft an die HSG zieht. Anschliessend besuchten die Alumni gemeinsam die traditionelle Walter-Adolf-Jöhr-Vorlesung, die in diesem Jahr von Prof. Dr. Paul De Grauwe zum Thema «Managing the Fragility of the Eurozone» gehalten wurde. Er kritisierte die Uneinigkeit der Regierungen der Eurozone und erklärte, wenn das Vertrauen unter den Ländern einer Währungsunion nicht stimmt, keine stabile Währung geschaffen werden kann.
Die Schweiz vor strategischen Herausforderungen
Beim Stehlunch im Freien genossen die Alumni das sonnige Wetter und die Gesellschaft ihrer ehemaligen HSG-Kommilitonen. Am Nachmittag führte Barend Fruithof, Head Corporate & Institutional Clients der Credit Suisse AG, das Thema «Finanzplatz Schweiz» mit seinem Referat zum Thema «Erfolgsmodell Swiss Banking in einer anspruchsvollen Zeit». Er warnte vor der drohenden Überregulierung und zeigte auf, dass ein wettbewerbsfähiger Finanzplatz rechtliche, politische und ökonomische Sicherheit, ein attraktives Steuerumfeld und modernste Aus- und Weitebildungsmöglichkeiten voraussetzt. Im Anschluss wurde das Thema «Werkplatz Schweiz» von Gerold Bührer, Präsident economiesuisse, vertieft. Die Schweiz stehe vor strategischen Herausforderungen, wie zum Beispiel der globalen Verschiebungen, der Frankenstärke und der Marktabschottung. Auch Gerold Bührer wies, wie Thomas Bieger, auf den zunehmenden internationalen Wettbewerb um die besten Forschungsstandorte hin. Damit der Werkplatz Schweiz weiterhin ein Erfolgsmodell bleibt, müsse die nachhaltige Finanzierung von Bildung und Forschung gewährleistet, die internationale Vernetzung weiter entwickelt und mehr Leute in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern ausgebildet werden.
Handlungsbedarf für die Schweizer Politik – mehr Mut gefordert
Unter der Leitung von Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der Weltwoche, diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Lehre über das Thema des Tages. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass das Erfolgsmodell Schweiz so nicht weiter bestehen kann, wenn keine Massnahmen ergriffen werden. Otto Ineichen, der inzwischen völlig unerwartet verstorbene Unternehmer und Nationalrat der FDP meinte gar, dass die Parlamentarier heutzutage keinen Mut mehr hätten und «nur noch im Strom schwimmen». Prof. Dr. Dietmar Grichnik, Professor für Entrepreneurship und Technologiemanagement, zeichnete das Bild nicht ganz so negativ. Die Schweiz stehe im Bereich Entrepreneurship noch an der Spitze. Frühindikatoren – wie zurückgehende Investitionen in Forschung und Entwicklung – zeigten jedoch, dass das aber langfristig nicht so bleiben muss. Beibehalten müsse die Schweiz unbedingt das duale Bildungssystem und den liberalen Arbeitsmarkt, so Ineichen.
Pefekter Tessiner Abend
Abends in der Mensa war die Region Tessin zu Gast: Organisiert von SGOC, dem Verein der Tessiner Studierenden sowie dem HSG Alumni Chapter Tessin präsentierte Spitzenkoch Joel Schmutz vom Ristorante Giardino Lago in Minusio regionale Spezialitäten in sieben vorzüglichen Gängen. Im Anschluss begeisterte Federico Soldati, Drittplatzierter der italienischen Fernsehshow «Italia’s got talent» (und selbstredend Tessiner), das Publikum mit seinem Können: Er bezauberte die Damen mit seinem Charme, drehte ihre Armbanduhren zurück und löste einen Rubik-Würfel in 22.4 Sekunden. Beste Unterhaltung!